Ernie Els

Name: Els, (Ernie) Theodore Ernest
Geburtsdatum: 17. Oktober 1969
Geburtsort: Johannesburg, Südafrika
Jugendjahre
Els spielte Rugby, Cricket, Tennis und begann auch mit acht Jahren Golf zu spielen. Seinen ersten Erfolg hatte er im Tennis, als er mit 13 die Eastern Transvaal Junior Championships gewinnen konnte. Mit 14 Jahren hatte Ernie Handicap 0 erreicht, und entschloss sich ganz auf den Golfsport zu konzentrieren. Im Jahr 1984 siegte er bei der Junior World Golf Championship in der Kategorie der 13 bis 14-jährigen
Karriere
Ende 1989 wurde Els Berufsgolfer und gewann sein erstes Turnier 1991 auf der südafrikanischen Sunshine Tour. Danach folgte seine weltweite Siegesserie, die ihm bislang sechzig Erfolge einbrachte und Els seither keine einzige sieglose Saison bescherte.
Els spielte für Südafrika von 1992-2000 durchgehend im Dunhill Cup (nach 2000 wurde dieser Bewerb nicht mehr ausgetragen), den seine Mannschaft zweimal gewinnen konnte. Fünfmal spielte er für sein Land im World Cup, davon zweimal siegreich, und viermal wurde er in das Internationale Team beim Presidents Cup einberufen.
Ernie Els wehrte sich im Jahre 2005 erfolgreich gegen den Versuch der US PGA-Tour, dass er mehr Turniere in den Vereinigten Staaten und somit auf der PGA Tour spielen sollte. Der Versuch bestand darin, die erforderliche Mindestzahl zum Erhalt der PGA-Tourkarte heraufzusetzen. Ernie Els gab an, dass er zum einen in Europa wohne und zum anderen sich als internationalen Spieler sehe, der sowohl auf der European Tour (und somit auch in Australien, Afrika und Asien spielt) als auch auf der US PGA Tour spielt.
Ein Bänderriss im linken Knie, den er sich im Juli 2005 während eines Segelurlaubs zuzog, beendete seine Golfsaison vorzeitig und kostete Els den dritten aufeinanderfolgenden Gewinn der European Tour Order of Merit. Auch auf seine Turnierergebnisse 2006 hat sich diese Verletzung noch ausgewirkt.
Sein Golfschwung gilt in Fachkreisen und in der Fachpresse als einer der elegantesten. Der Schwungsrhythmus ist nach eigenem Bekunden vergleichsweise langsam, was bedeutet, dass Auf- und Abschwunggeschwindigkeit relativ gering sind. Sein Schwung und der Schwung seines Berufskollegen und LandsmannesRetief Goosen waren in jungen Jahren nahezu gleich und sind bis heute sehr ähnlich.
Größte Erfolge und Rekorde
Zu seinen größten Erfolgen gehören die Major-Siege bei den US Open in den Jahren 1994 und 1997 sowie bei der Open Championship 2002.
Seine sieben Siege bei der World Match Play Championship im Wentworth Club, die als inoffizielle Weltmeisterschaft im Lochspiel angesehen werden, stellen einen Rekord dar. Ebenso ist die Leistung, dass er sechs Erfolge jeweils dreimal in Folge (1994-96 und 2002-04) vollbringen konnte, noch von keinem anderen Golfer erreicht worden.
Der Sieg mit dreizehn Schlägen Vorsprung, bei der BMW Asian Open 2005 in China, ist ebenfalls Rekord.
Persönliches
Wegen seines beschriebenen Golfschwunges wird er „The Big Easy“ genannt. Zum anderen aber auch, weil er während des Spieles kaum Gefühlsregungen zeigt. Es sieht immer so aus, als würde ihn das, was seine Mitbewerber machen, gar nicht interessieren. Beim Masters 2004 verlor er um einen Schlag gegen Phil Mickelson und während Phil seinen Siegesputt zum Birdie lochte, ließ sich der coole Ernie einen Apfel schmecken und kaute ganz locker vor sich hin. Man darf ihn aber nicht als gefühllos abstempeln - er hat Frau (Liezl), zwei Kinder (Samantha und Ben) und lächelt so oft es möglich ist in die Kamera.
Els hat eine eigene Stiftung (The Ernie Els and Fancourt Foundation, gegründet 1999), die unterprivilegierte Kinder in Südafrika unterstützt und Talente für den Golfsport fördert.
Er hat seinen Hauptwohnsitz in Wentworth, westlich von London, direkt am Wentworth Club.
Geschäftliches
Ernie Els betätigt sich sehr erfolgreich im Golfplatzdesign und hat Kurse in China, USA, Dubai und Südafrika entworfen, sowie 2006 die Umgestaltung des West Course im Wentworth Club – einer der berühmtesten englischen Golfanlagen und Sitz der European Tour – durchgeführt.
Er betreibt auch ein hoch angesehenes Weingut in seinem Heimatland.
PGA Tour Siege
- 1994 (1) US Open
- 1995 (1) GTE Byron Nelson Golf Classic
- 1996 (1) Buick Classic
- 1997 (2) US Open, Buick Classic
- 1998 (1) Bay Hill Invitational
- 1999 (1) Nissan Open
- 2000 (1) The International
- 2002 (2) Genuity Championship, The Open Championship (zählt auch zur European Tour)
- 2003 (2) Mercedes Championships, Sony Open in Hawaii
- 2004 (3) Sony Open in Hawaii, Memorial Tournament, WGC-American Express Championship (zählt auch zur European Tour)
- 2008 (1) The Honda Classic
European Tour Siege
- 1994 (1) Dubai Desert Classic
- 1995 (1) Lexington South African PGA
- 1997 (1) Johnnie Walker Classic
- 1998 (1) South African Open
- 1999 (1) Alfred Dunhill South African PGA
- 2000 (1) Standard Life Loch Lomond
- 2002 (3) Heineken Classic, Dubai Desert Classic, The Open Championship (zählt auch zur PGA Tour)
- 2003 (5) Heineken Classic, Johnnie Walker Classic, Barclays Scottish Open, Omega European Masters, HSBC World Matchplay Championship
- 2004 (3) Heineken Classic, WGC-American Express Championship (zählt auch zur PGA Tour), HSBC World Matchplay Championship
- 2005 (3) Dubai Desert Classic, Qatar Masters, BMW Asian Open
- 2006 (1) Dunhill Championship (noch 2005 stattgefunden, zählt zur Saison 2006)
- 2007 (2) South African Airways Open (im Dezember 2006 stattgefunden, zählt zur Saison 2007), HSBC World Matchplay Championship
Andere Turniersiege
- 1991 (1) Amatola Sun Classic
- 1992 (6) Protea Assurance South African Open, Lexington South African PGA Championship, South African Masters, Hollard Royal Swazi Sun Classic, First National Bank Players Championship, Goodyear Classic
- 1993 (1) Dunlop Phoenix (Japan Golf Tour)
- 1994 (1) Toyota World Match Play Championship
- 1995 (2) Toyota World Match Play Championship, Bells Cup
- 1996 (2) Toyota World Match Play Championship, Philips South African Open
- 1997 (1) PGA Grand Slam of Golf
- 1999 (1) Nedbank Million Dollar Challenge
- 2000 (1) Nedbank Golf Challenge
- 2001 (1) Vodacom Players Championship
- 2002 (2) Nedbank Golf Challenge, Cisco World Match Play Championship
- 2004 (1) Nelson Mandela Invitational (inoffizielles Sunshine Tour Event; mit Vincent Tshabalala)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ernie Els aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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