Tropfsteinhöhle auf Mallorca

Mallorcas Höhlensysteme

Mallorca besteht zum Großteil aus weichem, erosionsanfälligem Kalkgestein. Das ist der Grund wieso sich im Laufe von Jahrtausenden die über 3500 Grotten und Höhlen gebildet haben. Nirgendwo sonst in Europa gibt es pro Quadratkilometer so viele Höhlensysteme wie auf Mallrca. Düstere Labyrinthe sind mit mächtigen Säulen und fantastischen Tropfsteinformationen gefüllt, die magisch wirken. In einigen dieser Höhlen gibt es sogar interirdische Salzseen. Frühgeschichtliche Funde offenbarten bereits den halben Haushalt einer talayotischen Ansiedlung, sondern auch den Zugang zu den Höhlen. Die Höhlensystem dienten Mallorcas früheren Bewohnern auch als Versteck vor den Piraten. Einige der Höhlen sind nur per Tauchgang erreichbar wie z.B. die Tropfsteinhöhle in Cala Sanau an der Südostküste. Mallorcas Höhlen sind für die Besucher das ganze Jahr über geöffnet.

Coves del Drac

Zu den bekanntesten Höhlen Mallorcas zählen zweifelsohne die die Drachenhöhlen nahe der Ortschaft Porto Cristo. Das gesamte Höhlensystem ist 1700 m lang, 40 m breit und neun Meter tief. Die zahlreichen Grotten voller Stalaktiten und Stalagmiten liegen 39 m unter der Erde und sind durch steile Treppen miteinander verbunden. 1896 von dem Franzosen Edouard Martel erforscht, bergen sie den größten bekannten unterirdischen See "Lao Martel". Im Stundentakt werden heutzutage tausende von Besuchern durch die Höhlengänge geschleust, da eine individuelle Führung nicht mehr organisierbar ist.

Coves dels Hams

Die Angelhakenhöhlen befindet sich an der Ostküste, etwa einem Kilometer westlich von Porto Cristo. Den Namen "Angelhakenhöhle" verdankt das verästelte 500 m lange Höhlensystem den ungewöhnlich gewachsenen Stalaktiten und Stalagiten. In ca. 30 m Tiefe liegt auch in dieser Höhle ein unterirdischer See (auch Meer von Venedig genannt) mit kristallklarem Wasser. Die Führungen werden alle 30 Minuten vorgenommen und dauern zwischen 35 und 40 Minuten.

Coves d' Artá

Ungefähr 14 km von Artá, im Gemeindegebiet Capdepera befinden sich die Höhlen von Artá (auch Coves de s' Emitá genannt). Die 1500 m lange Höhle diente den Piraten früher als Zufluchtsstätte. In dem Höhlensystem herrschen Sommer wie Winter konstant 18°C. Zahlreiche Inschriften stammen bereits aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Bereits in der Vorhalle erwartet die Besucher die Säulenkönigin, einem überdimensionalen Stalakmit mit einer Höhe von 22 m.

Coves de Campanet

Die Höhlen von Campanet liegen in den südlichen Hängen des Monte de San Miguel. Das Höhlensystem mit kleinen Seen und weißen Formatinen, ist 400 m lang, und bedecken eine Gesamtfläche von ca. 3200 qm. Die Stalaktiten und Stalagmiten und Stalagtiten wachsen nicht vur von oben und unten sondern verbinden sich auch zu Säulen. 

Coves de Génova

Das ist eine der kleinsten Höhlen, die auf Mallorca besucht werden kann. Sie befindet sich im Wohngebiet Génova (Gemeinde Palma). Die Besucher müssen bei der Führung ca. 40 m in die Tiefel steigen. Dabei wird im Gegensatz zu anderen Höhlen auf Mallorca gänzlich auf Licht- und Tonshows verzichtet.