Der rote Blitz in Soller

Mallorcas Wirtschaft

Mallorcas Wirtschaft ist auf drei Säulen aufgebaut: Mit 75% ist der Dienstleistungsbereich (Tourismus) die Haupteinnahmequelle, gefolgt von der Landwirtschaft mit 11% und der Bauindustrie mit 10%. Der Anteil aller Arbeitsplätze im Baugewerbe ist in etwa so groß wie in der Landwirtschaft. Drei Viertel der gesamten Inselfläche werden für landwirtschaftliche Nutzen verwendet. Der Tourismus ist somit das Rückgrat der mallorquinischen Wirtschaft.

Tourismus

Im Jahr 1960 kamen gerand mal ca. 360.000 Besucher auf die Urlaubsinsel Mallorca. Im Monat Juli 2016 besuchten insgesamt 1.837.125 Urlauber die Insel - ein noch nie dagewesener Tourismusrekord! Das waren insgesamt 9% mehr Touristen als im Vorjahr. Die Zahl der deutschen Urlauber lag bei 609 000. Damit sind die Balearen im spanienweiten Vergleich das drittwichtigste Urlaubsziel. Auch der Kreuzfahrttourismus, von denen bei Stoßzeiten bis zu 22.000 Besucher in die Altstadt von Palma strömen, hat die letzten Jahre stark zugenommen. Aber diese Rekordzahlen haben zweifelsohne seine Schattenseiten. Kläranlagen arbeiten in diesen Rekordmonaten am Anschlag, die Wasserresourcen werden knapp und bis zu 90.000 Mietautos die sich zusätzlich auf der Insel bewegen zu massiven Umweltproblemen führen. Laut Greenpeace sind mittlerweile 23% der gesamten Küstenfläche der Insel verbaut, wobei die Gemeinde Galviá besonders hervorzuheben ist.

Landwirtschaft

Da Mallorca keine Bodenschätze besitzt, war die Tierhaltung und der Pflanzenanbau die einzige Einnahmequelle. 75% von Mallorcas Gesamtfläche werden für die Landwirtschaft genutzt und in einigen Orten zählt die Landwirtschaft zu einem wichtigen Wirtschaftzweig. So hat zum Beispiel der Weinanbau in den letzten Jahren trotz aller Schwierigkeiten eine beispiellose Karriere hingelegt. Früher galt der inseleigene Wein als miserabel!

Typisch für den Pflanzenanbau sind Kartoffeln, Obstanbau (Zitrusfrüchte), Mandeln und Olivenhaine. In der Zwischenzeit ist die Nachfrage für Inselprodukte enorm gestiegen.Das feine Öl von "Aubocassa" (nahe Manacor) zählt zu den besten Mallorcas. Das einheimische Olivenöl erkennt man zwischenzeitlich an der geschützten Bezeichnung "Oli de Mallorca".

Die Tierhaltung beschränkt sich auf die einheimischen schwarzen Schweine, Rind, Geflügel, Ziegen und Schaafe. Bis zur Überfischung des Mittelmeers zählte auch die Fischerei als Einnahmequelle

Bauindustrie

Die zahlreichen Hotelkomplexe sowie die privaten Ferienimmobilien sind Grund dafür, dass die Bauindustrie so erfolgreich auf Mallorca ist. In dem Zeitraum von 2000 bis 2008 haben Immigranten über 67.000 neue Arbeitsplätze auf den Balearen geschaffen - davon war der Großteil im Baugewerbe.