Mandelblüte

Mallorcas Mandelblüte

Eines der größten Highlights auf Mallorca ist zweifelsohne das Naturschauspiel der jährlichen Mandelblüte. Der Mandelbaum wurde im 10. Jahrhundert von den Mauren auf die Baleareninsel gebracht. Eine Reblausplage im 19. Jahrhundert hatte den traditionellen Weinbau fast zunichte gemacht. Um ihren Lebensunterhalt anderweitig zu sichern, pflanzten die Weinbauern mehr Mandelbäume an. Zwischenzeitlich ist Mallorca das größte, zusammenhängende Mandelanbaugebiet. Insgesamt gibt es ca. 200 verschiedene Sorten der Mandelbäume auf Mallorca die das Landschaftsbild prägen. Am häufigsten kommen die Süßmandel (weiße Blüte) sowie die Bittermandel (rosane Blüte) vor. Die rückläufigen Preise sorgen jedoch dafür, dass immer mehr Mandelhaine verwildern, da es sich nicht mehr lohnt, die Mandeln abzuernten. Die mallorquinischen Mandeln waren vor einigen Jahren ein Exportschlager. Diese rückläufige Tendenz hat dazu geführt, das viele Landwirte wieder auf Olivenbäume umgestiegen sind.

Das Klima auf der Insel ist ideal für die rund acht Millionen Mandelbäume die es gibt. Die Blütezeit der Mandelbäume hängt von der Region und dem Klima ab. Harte Wintermonate verzögern den Beginn der Mandelblütezeit. Ab Ende Januar bis Mitte/Ende Februar zeigt sich auf Mallorca die Blütenpracht. Im Süden und Osten beginnt das Naturphänomen früher als z.B. im Tramuntana-Gebirge. Die Regionen, die eine besondere Blütenpracht präsentieren sind im Südwesten der Insel. Auch der nördliche Teil zwischen Valldemosa und Sóller bietet eine prächtige Mandelblüte.

In der mallorquinischen Küche spielt die Verwendung der Mandeln nach wie vor eine große Rolle. Vom leckeren Mandelkurchen "Gato de Almendra", zahlreichen Gebächwaren wie z.B. den Turron (Mandelkrokant zur Weihnachtszeit), zur Füllung von Spanferkeln oder dem Mandellikör "Flor d´Ametlla".