Wasserhindernisse

Von allen Hindernissen auf dem Golfplatz wird das Wasserhindernis unter Golfspielern am meisten gefürchtet. Landet der Ball im tiefen Wasser ist er in der Regel ganz verloren und kann nicht mehr gespielt werden. Obendrauf gibt es noch einen Strafschlag und Sie müssen einen neuen Ball ins Spiel bringen und das Wasserhindernis abermals überqueren. Natürlich gibt es immer verwegene Golfer, die zumindest im flachen Wasser den Ball nicht verloren geben und mit einem Schlag ins Wasser versuchen den Ball aus dem Hindernis ohne Strafschlag zu bugsieren. Mit einem Sandwedge, viel Mut und nassen Füßen kann solch ein Schlag sogar gelingen und bis zu 40 Meter weit fliegen. Allerdings ist eine solche Aktion nur etwas für absolute Spezialisten.

Nicht ganz so wagemutig, dafür aber fast ebenso kniffelig sind Bälle, die zwar im Wasserhindernis landen, aber im Randbereich noch spielbar sind. Der Boden ist hier meist recht sumpfig und die Golfkugel nach der Landung oft im Schlamm eingesunken. Auch hier kann man entscheiden, ob man einen Strafschlag in Kauf nimmt oder mit einem Spezialschlag versucht, die Lage zu retten. Solche Spezialschläge sollte man für solche Situationen im Training unbedingt üben. Am besten suchen Sie sich an einem Regentag eine nasse Stelle auf dem Golfplatz und trainieren mit dem Sandwedge. Wenn der Ball komplett eingesunken in einer Wasserpfütze liegt oder halbbedeckt mit Schlamm vor Ihnen liegt, haben Sie die idealen Trainingsbedingungen. In der Regel benötigen Sie einen vollen Rückschwung, um den Ball aus der misslichen Lage zu befreien, da das Wasser oder der Schmutz Ihren Schlägerkopf bremsen werden. Wichtig ist, dass Ihr Schläger viel Loft aufweist, um den Elementen möglichst wenig Widerstand zu bieten und den Ball horizontal beschleunigen zu können. Schwierig sind nicht nur die Schläge aus dem Wasserhindernis, auch die Regelkunde hat es in diesem Bereich in sich. Wie ist beispielsweise zu verfahren, wenn alle Spieler meinen, dass ein Ball vom Abschlag aus direkt in einem Wasserhindernis gelandet ist, ein neuer Ball ins Spiel gebracht wird und sich dann doch herausstellt, dass der Ball spielbar außerhalb des Hindernisses liegt? Hätte man vorher das Hindernis absuchen müssen? Mit welchem Ball muss weitergespielt werden? Wie viele Strafschläge werden berechnet? Wenn sich alle Mitspieler sicher waren, dass der Ball verloren ist, kann in dem Fall mit dem neuen Ball weitergespielt werden und das Hindernis musste nicht abgesucht werden. Der Spieler erhält in diesem Fall einen Strafschlag. Spielt ein Golfer einen Ball im Wasserhindernis und berührt beim Adressieren oder Backswing den Boden oder das Wasser drohen sogar zwei Strafschläge. Die Furcht vor dem Wasser bei Anfängern, wie bei Fortgeschrittenen ist also nicht ganz unbegründet.